| Kernaussage Marke | Seit 48 Jahren verarbeiten wir kontrolliert biologisch erzeugte Kräuter, Gewürze und Tees. Das heißt: 48 Jahre Erfahrung fließen ein, von der Beschaffung der Rohware über die Qualitätskontrolle bis hin zum Fertigstellen einer Rezeptur. Rohstoffe höchster Qualität, weitgehendst naturbelassene Herstellung und die perfekte Mischung: wohlschmeckend, harmonisch, manchmal überraschend – das ist das Heuschrecke-Markenzeichen für Tees, Kräuter und Gewürze. |
| Markenportrait | Heuschrecke – Firmenphilosophie.
Für unsere Marke Heuschrecke wählen wir jeweils die beste verfügbare Qualität aus. Was heißt das für uns?
Unabdingbar ist natürlich der kontrolliert biologischen Anbau und die Zertifizierung nach der EG-Bio-Verordnung, eng damit verbunden ethisches und sozialverträgliches Handeln. Darüber hinaus gilt für uns Folgendes:
Organoleptik: Ist die Ware aromatisch? Stimmt der ätherische Ölgehalt, ist er vielleicht sogar besser als der Durchschnitt? Ist der Geschmack nachhaltig? Gibt es unsaubere Nebentöne (muffig) – weshalb die Ware verworfen wird?
Aus unserer über 48-jährigen Erfahrung wissen wir, wie oder wo genau die Unterschiede zwischen Massen – und Premiumware liegen.
Regionalität: bedeutet für uns das Vermeiden von unnötigen Transporten. Wo es möglich und sinnvoll ist, kaufen wir in Deutschland und nahen europäischen Ländern ein. Wir arbeiten hier mit Kräuterbauern zusammen, die hervorragende Qualität produzieren, z.B. Koriander und Salbei vom Mittelrhein, Thymian aus Sachsen-Anhalt und Thüringen, Kümmel aus Sachsen usw.
Traditionelle Herkünfte: Die Böden und das Klima sind in bestimmten Regionen für bestimmte Gewürze oder Kräuter besonders gut geeignet. Dazu gehört das Fachwissen der Bauern um die richtigen Pflanzenvarietäten, die - möglichst widerstandsfähig – besonders gut in die Region passen (Stichpunkt Klimakrise).
Lieferantenbeziehung: Wir streben langfristige Lieferantenverbindungen an, kaufen also nicht auf Spotmärkten.
Langfristige Beziehungen bringen Vertrauen und Zuverlässigkeit mit. Es entstehen persönliche Verbindungen, man schützt sich gegenseitig, fordert und fördert zugleich. Es findet gegenseitige Beratung statt: über Qualität der Ware, Marktlage, Vermarktungsmöglichkeiten und -strategien. Unsere Prioritäten beim Einkauf:
Wo möglich und sinnvoll, kaufen wir regional ein: bei deutschen und europäischen Verbands-Kräuterhöfen wie Bioland, Gäa, Demeter etc..
Wir unterstützen das Wildsammlungsprojekt Terra Magnifica in Kroatien. Die bio-zertifizierte Wildsammlung ist aktive Landschaftspflege und Umweltschutz, und erhält traditionelle Sozialstrukturen auf dem Land.
Übersee- Gewürze kaufen wir bevorzugt bei biozertifizierten Kleinbauernprojekten ein, z.B. in Indien, Nepal, Sri Lanka und Afrika. Auch hier wird durch die kleineren Strukturen und Feldeinheiten das traditionelle soziale Gefüge erhalten, und aktiv Landschaftsschutz betrieben. Der Erhalt der ursprünglichen Landschaften und die schonende, nachhaltige Bewirtschaftung schützen auch bei uns das Klima. Ein Kleinbauernprojekt garantiert ca. 2000 Familien den Lebensunterhalt und die soziale Absicherung.
Weiterverarbeitung und Abfüllung der Ware: Um den Wert der Wirkstoffe, v.a. der Aromen, zu erhalten, kaufen wir die Kräuter und Gewürze möglichst im Grobschnitt oder als ganze Ware ein.
Für die Bauern ist dies aufwändiger, da sie sorgfältiger ernten und sortieren müssen. (In Feinschnittware kann man mehr Stängel usw. einarbeiten – man sieht es nicht mehr ...). Einen gewissen Anteil an Blattrippen und dünnen Blattstängeln müssen wir jedoch in Kauf nehmen, dieser kann nicht maschinell entfernt werden.In den großen Blattstückchen bleiben die Wirkstoffe gut geschützt – deshalb geben wir unsere Produkte gerne, wo möglich, genauso an unsere Kunden weiter.
In unserem Betrieb wird von Hand oder mit halbautomatischen Abfüllmaschinen (Präziblitz) gearbeitet, sodass wir die grobgeschnittene oder ganze Blatt-Ware werterhaltend verpacken können.
Für unsere pulvrigen Gewürze und Gewürzmischungen (z.B. unsere berühmten Currys) vermahlen wir die Ware zeitnah zum Verkauf in unseren eigenen Stand-Mühlen, nicht zu Staub, sondern nur „pixelfein“. So bleibt das Aroma länger frisch.
Preise: Wir vermeiden es, um Preise zu feilschen, sondern bezahlen lieber, was die Bauern benötigen. Nur das garantiert eine zukunftsfähige und zuverlässige Bio-Qualität. Bei Kräutern und Gewürzen unserer Marke Heuschrecke wählen wir, wo es geht, die höherpreisigen regionalen Herkünfte, Ware aus kleinbäuerlicher Landwirtschaft oder Wildsammlung, die alle aufwändiger in der Herstellung sind und dann auch entsprechend mehr kosten dürfen. Glücklicherweise sind Gewürze, Kräuter und Tee nicht so preissensible Produktgruppen, wie z.B. Molkereiprodukte – und auf das Tütchen bezogen bezahlt man im Endpreis für gute Qualität vielleicht noch 20 - 30 Cent mehr, die sich angesichts des Geschmacks aber lohnen. Wir wünschen uns schließlich, dass die KundInnen auch gerne wiederkommen.
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| Initiativen/Engagement | Die Naturkostfirmen-Gründungen der 70er und 80er Jahre haben sich als Teil einer Erneuerungsbewegung verstanden, die ein anderes, umwelt- und sozialverträgliches Wirtschaften zu etablieren versuchten. Heuschrecke gehört zu diesen Pionieren (seit 1977). Wir teilen die Werte der ILO und schätzen die Arbeit dieser Organisation.
Durch unsere Importtätigkeit im Bereich Bio-Gewürze, Bio-Kräuter und Bio-Tee sind wir nahe am Ursprung. In unserem Bereich sind die Lieferketten sehr kurz. Wir sind ein kleines mittelständisches Unternehmen mit einer hohen Spezialisierung von gut 1000 Rohstoffen. Durch unsere Bevorzugung von Kleinbauernstrukturen haben wir es geschätzt mit 40.000 Bauern zu tun.
Ein Überblick über unsere Einkaufs Strukturen:
• Direkteinkauf von biozertifizierten, selbstständigen small scale und medium scale Bauern oder organisierter, biozertifizierter Wildsammlung (Bsp.: Deutschland, Europa, Tansania)
• Eigenimport von organisierten, biozertifizierten Kleinbauernprojekten – hier gibt es jeweils eine Bauern-Assoziation und eine Verarbeitungs- und Exportfirma (Bsp.: Indien, Sri Lanka, Südafrika, Simbabwe)
• Tee: Direkteinkauf oder Einkauf über unseren langjährigen Teemakler aus bekannten Bio-Teegärten. Beispielhafte strukturelle Lieferketten unter den besonderen Bedingungen in China: https://www.fairbiotea.de/de/. Unser Teemakler fordert von allen Teegärten seit kurzem eine Sozialzertifizierung. Unsere direkten Partner in Indien und Sri Lanka sind sozialzertifiziert.
• Beschaffung über langjährige, europäische Importeurskollegen. Hier stammt die Ware aus verschiedenen Quellen, von festen Partnerschaften mit Bauern (-projekten) bis hin zur anonymeren Bio-Ware von Drittland-Exporteuren. Zu letzteren erfahren wir dann – außer den obligatorischen Zertifizierungen – jetzt verstärkt zusätzliche Hintergrundinformationen.
In unserem eigenen Betrieb arbeiten wir zu ca. 20 Mitarbeitern in einer flachen Hierarchie, überwiegend handwerklich und auf Standmaschinen. Es gibt keine Anlagen, keine Emissionen außer Gewürzduft, keine Abwässer, wir arbeiten mit Ökostrom, es gibt keine konventionelle Parallelproduktion. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz ist in unseren Betriebsregeln verankert.
Unsere Zertifizierungen und Mitgliedschaften:
• Bio-Zertifizierung nach EU-ÖKO-VO (EG) Nr. 2018/848
• Demeter-Zertifizierung für ein Teilsortiment
• Validiertes HACCP-Konzept
• Gründungsmitglied von „Trust Organic Small Farmers“
• Seit Beginn Lizenznehmer von „Fairbiotea“.
• Verbandsmitglied AÖL
• Teilnehmer des BNN Trockenmonitorings.
Wir sind aus unserer Selbstdefinition / Branchendefinition für den ökologischen und ethischen Handel angetreten. Unsere gewählten Strukturen, unsere Lieferantenauswahl und unsere Einkaufstrategien, jeweils die höherwertige Ware zu wählen, und keine Preise zu drücken, sondern die benötigten Preise der Bauern zu akzeptieren und auch antizipieren, arbeitet möglichen Ausbeutungsstrukturen entgegen.
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